Kate Atkinson - Die vierte Schwester
Die Schwestern Sylvia, Amelia und Julia sind wilde Teenager, die ihre Mutter permanent überfordern. Deren Sonnenschein ist die von allen innig geliebte kleine Olivia. In einer heißen Sommernacht verschwindet die Kleine spurlos. Dreißig Jahre später taucht Olivias Lieblingsspielzeug auf. Was ist damals passiert?»Mit Die vierte Schwester gewinnt Kate Atkinson ihre emotionale Kraft zurück und hat den bisher besten Roman geschrieben.« Sunday Telegraph
Die Autorin wurde 1951 in York geboren. Nach ihrem Highschoolabschluss arbeitete sie einige Zeit als Zimmermädchen, bevor sie ein Studium der Englischen Literatur an der Universität von Dundee aufnahm.
Nach ihrer Zeit an der Universität nahm sie verschiedene Jobs im sozialen Bereich an. Ihre Autorenkarriere begann, als sie 1988 den "Woman´s Own Short Story Competition" gewann und sich entschied, von nun an professionell zu schreiben. 1993 erhielt sie den renommierten Ian St. James Award für ihre Kurzgeschichte "Snap Shots".
Der Durchbruch kam schließlich 1995 mit ihrem ersten Roman "Familienalbum", der mit dem Whitbread First Novel Award ausgezeichnet wurde. Kate Atkinson ließ dabei literarische Größen wie Salman Rushdie ("Des Mauren letzter Seufzer") und Roy Jenkins ("Gladstone") hinter sich. Die englischen Zeitungen titelten damals "44 Jahre altes Zimmermädchen gewinnt Whitbread".
Kate Atkinson hat zwei Töchter und lebt heute in Edinburgh.
Nachdem Ihr letztes Buch ein Band mit Kurzgeschichten war, haben Sie wieder einen Roman geschrieben. In welcher Form schreiben Sie lieber und warum?
Nun, Kurzgeschichten zu schreiben, ist leichter und sie haben eine Geschlossenheit in der Form an sich, die ich als befriedigend empfinde. Aber das Vollenden eines Romans ist für mich der größere Erfolg, auch wenn das Schreiben mühevoller ist.
Das Thema "Familie" zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Werk. Was fasziniert Sie an den Beziehungsgeflechten innerhalb von Familien?
Egal was alle denken, mein Interesse gilt nicht der Familie an sich, sondern vielmehr den Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen.
Geheimnisse spielen in Ihrem neuen Roman "Die vierte Schwester" eine große Rolle. Denken Sie, dass es schwieriger ist, ein Geheimnis vor jemandem zu bewahren, den man schon lange kennt, oder vor einem objektiven, außenstehenden Beobachter?
Ich habe keine Ahnung! Ich bin ein schlechter Lügner und kann um keinen Preis ein Geheimnis für mich behalten.
In Ihrem Roman haben alle Figuren (mindestens) einen geliebten Menschen unter mysteriösen Umständen vor langer Zeit verloren. Glauben Sie, dass es einfacher wird, den Verlust zu verarbeiten, wenn die Fragen des Wie und Warum geklärt sind?
Ganz klar: Nein! Ich denke, der Verlust bleibt gleich. Nicht zu wissen, was genau geschehen ist, ist eine zusätzliche psychische Qual.
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